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Kunstgeschichte 13/10/2013

6 Kuratoren, die Sie unbedingt kennenlernen sollten

Geschrieben von Dominic Witek , Aktualisiert am 05/12/2022
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6 Kuratoren, die Sie unbedingt kennenlernen sollten

Inhaltsverzeichnis

Poster Utopia Station
Plakat für die Ausstellung Utopia Station

Das Wort Kurator stammt vom lateinischen curator („Pfleger“, „Vertreter“ oder „Vormund“) sowie von curare („Sorge tragen“, „sorgen um“) ab. Der Kurator oder die Kuratorin wählen die auszustellenden Kunstwerke aus, das Thema der Ausstellung, die Anordnung der Kunstwerke in dem Raum, der das Projekt beherbergt, sie treffen die Auswahl für den Ausstellungskatalog und schreibt oft auch die Texte. Der Kurator ist eigentlich der Autor der Ausstellung. Dank Artsper werden Sie herausfinden, wer die 6 einflussreichsten Kuratoren von heute sind und welche Arbeiten Sie nicht mehr verpassen sollten.

1. Anna Colin 

Plus ou moins sorcière
Ausstellung Plus ou moins sorcière
Mikala Dwyer, The Collapzars, 2012

Die junge Frau ist stellvertretende Direktorin am Bétonsalon in Paris. Außerdem ist sie künstlerische Beraterin von The Women’s Library in London. Bevor sie 2011 von London nach Paris ging, war sie Kuratorin bei Gasworks (2007-10), Mitherausgeberin der Zeitschrift Untitled (2007-08) und Programmgestalterin bei Resonance 104.4 FM (2002-06). Im Jahr 2012 schloss sie das Projekt Plus ou moins sorcières ab, das an der Schnittstelle von Geschichte, Soziologie, Kunst und Popkultur angesiedelt ist.

2. RoseLee Goldberg

Logic of the Birds
Shirin Neshat mit Sussan Deyhim, Logic of the Birds, 2001

Sie ist Kunsthistorikerin und -kritikerin, Kuratorin und Autorin. Außerdem ist sie Absolventin des Courtauld Institute of Art (University of London). Goldberg war Direktorin der Royal College of Art Gallery in London und Kuratorin am Kitchen in New York. Sie organisierte 1990 die Veranstaltung Six Evenings of Performance anlässlich der Ausstellung ‚High and Low: Modern Art and Popular Culture‘ im Museum of Modern Art (New York). In den Jahren 2001-02 initiierte und produzierte sie Logic of the Birds, ein multimediales Projekt der im Iran geborenen Künstlerin Shirin Neshat, in Zusammenarbeit mit der Sängerin Sussan Deyhim. Die Uraufführung der Produktion fand 2002 im Rahmen des Lincoln Center Summer Festivals statt. RoeseLee Goldberg ist die Gründerin und Direktorin von Performa, einer Performance-Biennale in und um New York.




3. Biljana Ciric

Yoko Ono Fly
Fly, Ke Center for Contemporary Arts

Sie ist Absolventin der East China Normal University in Shanghai und arbeitet für das Zendai Museum of Modern Art und das Duolun Museum in Shanghai. Im Jahr 2007 kuratierte sie „Fly„, die Yoko-Ono-Perspektive im Ke Center for Contemporary Arts. Biljana Ciric hat gerade die Vorbereitungen für die Ausstellung von Tino Sehgal im l’Ullens Center for Contemporary Art in Peking abgeschlossen.

4. Bassam El Baroni

Trapped in Amber
Foto aufgenommen während der Ausstellung Trapped in Amber, 2009

Er ist Kunstkritiker und lebt in Alexandria, Ägypten. Er ist Gründer und Direktor von A.C.A.F. (Alexandria Contemporary Arts Forum), einer gemeinnützigen Galerie, und war 2010 Ko-Kurator der Manifesta 8 in der Region Murcia in Spanien. Derzeit ist er Doktorand im Rahmen des Forschungsprogramms für Kuratoren an der Goldsmith University in London. Eines seiner jüngsten Projekte war eine Zusammenarbeit mit Jeremy Beaudry und Nav Haq für das Online-Projekt The Arpanet Dialogues. Zusammen mit Helga-Marie Nordby hat er 2009 die Ausstellung Trapped in Amber in Oslo kuratiert. Derzeit ist er Associate Curator des Lofoten International Art Festival in Norwegen.

5. Thelma Golden

Rashid Johnson
Rashid Johnson, I talk white, 2003

Nach ihrem Abschluss an der Buckley Country Day School im Jahr 1980 bekam sie Direktorin und Chefkuratorin des Studio Museums in Harlem, New York. Sie ist dafür bekannt, dass sie die Werke aufstrebender afroamerikanischer Künstler zeigt, insbesondere in der 2001 organisierten Ausstellung Freestyle, an der 28 Künstler teilnahmen. Sie ist diejenige, die den Begriff „post black“ geprägt hat und damit eine Generation afroamerikanischer Künstler bezeichnet, die sich dem Etikett „schwarzer Künstler“ stellen können oder auch nicht. Die Verbindung zwischen dem Schwarzsein und der Arbeit des Künstlers steht im Mittelpunkt ihrer Fragestellung.




6. Hans Ulrich Obrist

Utopia Station
 Utopia Station, Thomas Hirschhorn, 2003

Obrist ist der Kurator der Gegenwart und, wie Michael Odukoya von der englischen Zeitschrift Kilimanjaro es ausdrückte, der „Dr. Dre der zeitgenössischen Kunst“. Er wurde 1968 in Zürich geboren und lebt und arbeitet in London. Er ist Co-Direktor der Serpentine Gallery. 1993 gründete er das Museum Robert Walser und begann, das Programm Migrateurs am Musée d’Art moderne de la Ville de Paris zu leiten, wo er bis 2005 als Kurator für zeitgenössische Kunst tätig war. Seit 1991 hat er zahlreiche Einzelausstellungen (Olafur Eliasson, Philippe Parreno, Jonas Mekas, Pierre Huygue, Anri Sala, Doug Aitken…) und Gemeinschaftsausstellungen (Dont : Do it – mehr als dreißig Versionen seit 1994; Cities on the Move, 1997; die erste Berlin Biennale, 1998; Mutations, 2000; Utopia Station, 2003; die 9. Lyon Biennale für zeitgenössische Kunst, 2007).