Wir haben uns mit dem belgischen Kunstsammler Marc De Taeye zusammengesetzt, der erzählt, wie sich seine persönliche Beziehung zur Kunst im Laufe der Zeit verändert hat. Von einer ersten Skulptur am Arbeitsplatz bis hin zu einer reichen, internationalen Sammlung zeigt Marc, dass das Sammeln von Kunst mit Emotionen, Entdeckungen und Bedeutung zu tun hat. Artsper spielte dabei eine zentrale Rolle – die Plattform machte Kunst zugänglicher, vertiefte sein Verständnis und half ihm, eine vielfältige und persönliche Sammlung aufzubauen.
Marc, wie hat deine Beziehung zur Kunst begonnen?
Ich arbeitete bei Volvo Cars Gent, und das Unternehmen bot den Mitarbeitenden die Wahl zwischen einem Siebdruck von Roger Raveel oder einer Bronzeskulptur von Paul Van Gysegem. Ich entschied mich für die Skulptur. Sie zeigte Gilgamesch – ein Symbol für die Sinnsuche. Dieses Kunstwerk ließ mich erkennen, wie kraftvoll und dauerhaft Kunst sein kann.
Ich begann, Kunst um mich herum bewusster wahrzunehmen. Später bekam ich einen Druck von Jean-Michel Folon – zwei Hände, die sich strecken, zwei Menschen, die sich die Hand reichen. Er stand für Vertrauen und Zusammenarbeit. Ich fühlte etwas dabei. Danach kaufte ich zwei Radierungen von Blanche Desmarets bei einer kleinen Ausstellung – ich konnte mich nicht für nur eine entscheiden. Da wusste ich: Kunst wird Teil meines Lebens sein.
Welche Art von Kunst sammelst du heute?
Ich halte es gern vielfältig: abstrakt, figurativ, Pop-Art, Surrealismus, Konzeptkunst… Werke aus Bronze, Keramik, Harz, Holz, Mosaik, Porzellan oder Mixed Media. Zum Beispiel ein Gemälde von Leon Engelen – ein Bauer mit Pferd und Fohlen – erinnerte mich an meine Großeltern. Ich liebe auch Skulpturen wie Eule auf einem Ast von Jan Desmarets, die mir Ruhe bringt.
Gibt es Werke, die dir besonders am Herzen liegen?
Francis Méans Bronzeskulpturen mit Tournai-Stein strahlen Bewegung und Freude aus. Ich begann mit zwei Stücken als Geschenk, suchte dann gezielt weiter – heute habe ich sieben. Auch Künstler außerhalb Europas inspirieren mich. Ein Dokumentarfilm über Salfo Dermé aus Burkina Faso ließ mich sein Werk noch stärker fühlen.
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Wie findest du heute neue Werke?
Dank Artsper habe ich die letzte Skulptur von Francis Méan gefunden, nach der ich jahrelang gesucht hatte. Über Artsper habe ich auch Künstler wie Manuel Iturri Guzmán entdeckt, der beeindruckende Mosaike aus Muscheln erschafft.
Was macht deiner Meinung nach eine gute Kunstsammlung aus?
Sie folgt keinen Regeln, sondern spiegelt dich selbst. Jedes Werk ist mit einem Gefühl oder einer Erinnerung verbunden. Ich kaufe limitierte oder einzigartige Werke, nicht zur Anlage, sondern weil sie mich berühren. Man braucht kein großes Budget – auch mit einem Druck, Foto oder einer kleinen Skulptur kann man beginnen.
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Welchen Rat gibst du Kunstinteressierten?
Beginne mit einem Werk, das dich wirklich bewegt. Nicht nach Trends oder Meinungen anderer gehen – wähle Kunst, die dir etwas bedeutet. Kunst ist nicht nur für Experten – sie ist für alle, die offen für Emotion, Schönheit und Entdeckung sind.
Beginne jetzt deine eigene Kunstreise
Marcs Geschichte zeigt, wie sehr Kunst mit unseren Erinnerungen und Gefühlen verbunden ist. Kunst sammeln bedeutet Neugier und persönliche Verbindung – nicht Fachwissen. Starte jetzt deine eigene Reise auf Artsper und entdecke Werke, die zu dir sprechen.
Artsper, 2013 gegründet, ist ein Online-Marktplatz für zeitgenössische Kunst. Durch die Zusammenarbeit mit 1.800 professionellen Kunstgalerien auf der ganzen Welt macht Artsper die Entdeckung und den Erwerb von Kunst für alle zugänglich.