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Zeitgenössische Kunst 09/09/2025

Mode x Kunst: Kollaborationen, die Sie nicht verpassen sollten

Geschrieben von Morgane Egido Ledret , Aktualisiert am 22/09/2025
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Mode x Kunst: Kollaborationen, die Sie nicht verpassen sollten

Inhaltsverzeichnis


Kunst und Mode sind zwei miteinander verbundene Disziplinen. Beide erfordern Kreativität, um einzigartige Werke zu schaffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese beiden Disziplinen manchmal aufeinandertreffen. Marken oder Modehäuser, Accessoires und Konfektionskleidung können sich mit zeitgenössischen Künstlern zusammenschließen, um einzigartige Stücke oder Werbekampagnen zu entwerfen. Artsper lädt Sie ein, die aktuellen Kollaborationen zu entdecken und die Geschichte der denkwürdigsten Kollaborationen nachzuverfolgen.




Die Kollaborationen dieser Saison


Jonak x Hom Nguyen

Die Pariser Schuhmarke, die man nicht mehr vorstellen muss, hat sich entschlossen, mit dem französischen Maler vietnamesischer Herkunft Hom Nguyen zusammenzuarbeiten, um eine unvergessliche Werbekampagne zu entwerfen.

Der Künstler ist bekannt für seine ausdrucksstarken Porträts von Kindern, Frauen und älteren Menschen und hat einen unverwechselbaren Stil. Die Pariser Marke beauftragte den Künstler daher mit der Gestaltung eines Wandgemäldes. Im Juni 2024 konnten Passanten anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Marke dieses imposante Frauenporträt bewundern. Das Wandgemälde befindet sich in der Rue de la Poissonnière 15, in der Nähe des Pariser Firmensitzes, und bringt Farbe und Fröhlichkeit in die Umgebung. Hom Nguyen ist bekannt für die Emotionen, die seine Porträts ausdrücken. Die auf dem Wandgemälde dargestellte Frau verkörpert diese Technik und prägt majestätisch das Bild der Pariser Straße.

Das Gesicht einer Frau und die Verwendung von Blautönen spiegeln die Werte der Pariser Marke wider, weshalb dieses Wandgemälde in Auftrag gegeben wurde.




Ba&sh x Thomas Lélu 

Die 2003 von zwei Freundinnen aus Kindertagen gegründete Marke Ba&sh hat eine Zusammenarbeit mit dem französischen Künstler Thomas Lélu begonnen. Aus dieser Kollektion sind drei weite T-Shirts und zwei Mützen hervorzuheben. Auf jedem Artikel können die Kunden einen vom Künstler geschriebenen Satz lesen. Diese reichen von „You can’t sleep? Me either. Let’s can’t sleep together.”, „If you can’t be positive at least be quiet” oder „-Morning? -No thanks.” Der Stil der Kollektion ist also ausgefallen und verspielt. Die Botschaften sind humorvoll und leicht provokativ, ganz im Einklang mit dem Image der französischen Marke. Die Texte sind mit Kugelschreiber geschrieben, weil sie, wie der Künstler selbst sagt, „zeitlos sind“. Der Stil dieser Kollektion ist daher sehr schlicht und beschränkt sich auf zwei Farben: Weiß und Dunkelblau.

Perfekt für Liebhaber eines schlichten, minimalistischen, lässigen Stils mit einem Hauch von Kühnheit.


Ba&sh x Thomas Lélu – via bash.com

Kenzo x Futura 2000

In einem anderen Stil präsentiert sich diesmal eine Kollektion für Herren. Das renommierte Modehaus Kenzo hat den amerikanischen Künstler Futura 2000 beauftragt, eine Kollektion zu entwerfen. Die Kollektion greift die Codes des Modehauses Kenzo auf: die Fleur de Boke und das Logo Kenzo Paris. Der amerikanische Künstler ist als Street-Art– und Graffiti-Künstler bekannt. Sein Stil ist urban, trendy mit einem Hauch von Old School, aber immer sehr farbenfroh. Die Kollektion umfasst zahlreiche Herrenmodelle, von Accessoires wie Taschen oder Umhängetaschen über Wintermäntel bis hin zu einzigartigen Stücken wie Ponchos und Kimonos.

Der asiatische und japanische Einfluss bleibt in dieser Kollektion dank des Minimalismus und der sehr sicheren Schnitte der Modelle erhalten. Aber die Fantasie des Künstlers, seine Formen und Zeichnungen, die sich über die Stücke der Kollektion verteilen, verleihen ihr einen farbenfrohen und ausgefallenen Touch. Der Stil ist also urban, trendy, aber originell, ausgefallen und gewagt. Es ist eine perfekte Kollektion, um seine Identität und sein Wissen über Kunst und Mode zum Ausdruck zu bringen.



Louis Vuitton x Takashi Murakami

Diese dritte und letzte Neuauflage der Zusammenarbeit zwischen dem französischen Modehaus Louis Vuitton und dem japanischen Künstler Takashi Murakami, präsentiert von der Schauspielerin Zendaya, ist ein Muss unter den Kollaborationen zwischen Mode und Kunst. Die Kollektion, die vor 22 Jahren, im Jahr 2003, ins Leben gerufen wurde, wurde bereits dreimal neu aufgelegt. Die erste Edition ist bis heute ein Meilenstein in der Geschichte der Mode und des Luxuslabels. Bei dieser Edition wurde nämlich zum ersten Mal das mehrfarbige Monogramm des Hauses vorgestellt. Dieses Monogramm war zu dieser Zeit eine echte Revolution in der Modewelt und ist bis heute eines der beliebtesten bei Käufern.

Diese fruchtbare Zusammenarbeit trug auch zum Ruhm des Künstlers bei, insbesondere in Europa. In der Folge schien jede Ausgabe ein voller Erfolg zu sein, sowohl für das französische Modehaus als auch für den Künstler. Die Wiederaufnahme dieser Zusammenarbeit im Januar 2025 wurde daher von den Liebhabern mit Spannung erwartet. Dieses Mal stehen Kirschen im Mittelpunkt, das unverzichtbare Motiv des Sommers 2025.




Sandro x Louis Barthélémy

Eine mehr als gelungene Kollektion der Bekleidungsmarke Sandro und des Künstlers Louis Barthélémy. Inspiriert von den Techniken und Motiven Nordafrikas, sind seine Arbeiten farbenfroh, figurativ und tierisch. Seine Arbeiten und Werke, wie beispielsweise seine Fresken, sind eine Hommage an die nordafrikanische Kultur, insbesondere an ägyptische Einflüsse. Diese Ästhetik passt zum Markenimage und den Kreationen der Marke Sandro. Die Kollektion umfasst daher Oberteile, Sommerpullover sowie Hosen und Shorts. Es handelt sich um sommerliche, leichte Kleidungsstücke in warmen, freundlichen Farben.

Die Kollektion steht für handwerkliche Exzellenz, traditionelle Techniken und zeitlose Qualität.

Mit dieser Zusammenarbeit bekundet Sandro sein Interesse für die Kunst. Dieses Interesse spiegelt sich auch in zwei weiteren Kollaborationen des Unternehmens wider: einer mit Louise Bourgeois, die im März 2025 gestartet wurde, und einer mit dem Musée Bourdelle, wo die Herbst-/Winterkollektion 2025 der Marke präsentiert wurde.


Louis Barthélemy – via louisbarthelemy.com

Unvergessliche Kollaborationen zwischen Mode und Kunst


Louis Vuitton x Yayoi Kusama

Der an seinen gelben, grünen, blauen, roten und weißen Punkten erkennbare künstlerische Stil von Yayoi Kusama fand 2023 Eingang in die Stücke des französischen Luxuslabels. Louis Vuitton lud die japanische Künstlerin ein, seine legendären Modelle für eine temporäre und unvergessliche Kollektion zu personalisieren. Von Handtaschen über Clutches bis hin zu den Schaufenstern einiger Geschäfte – bei Louis Vuitton war alles mit Punkten bedeckt. Mit dem Model Bella Hadid als Muse blieb die gewagte Kollektion nicht unbemerkt.

Wenn man heute von Kollaborationen zwischen Kunst und Mode spricht, ist es immer noch schwer, die Begegnung zwischen Yayoi Kusama und Louis Vuitton zu vergessen, die die Geschichte des Hauses geprägt hat.




Elsa Schiaparelli x Salvador Dalí

Im Jahr 1935, vor 90 Jahren, entstand die erste Kreation dieser beiden Persönlichkeiten aus Kunst und Mode. Eine Puderdose in Form eines Telefonzifferblatts. Für die damalige Zeit viel zu originell, war sie dennoch der Ausgangspunkt für diese legendäre Zusammenarbeit zwischen den beiden Freunden. Der Surrealismus des spanischen Künstlers und das Couture-Genie der italienischen Designerin schufen starke, einzigartige und exzentrische Stücke.

1936 präsentierten sie ihre erste gemeinsame Kollektion. Aus dieser künstlerischen Verbindung entstanden Kleider, die bis heute legendär sind. Dazu gehören beispielsweise das berühmte Hummerkleid, Anzugknöpfe aus Schubladengriffen oder das weiße Trauerkleid… Ihre Fantasie war grenzenlos und unkonventionell.

Es handelt sich zweifellos um die erste und legendärste Zusammenarbeit zwischen Kunst und Mode.


Salvador Dalí, La fille de Minos, 1978 – Verfügbar auf Artsper.com

Yves Saint Laurent x Piet Mondrian

1965 entstand die Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Maler Piet Mondrian und dem französischen Designer Yves Saint Laurent. Es war während seiner Herbst-Winter-Kollektion dieses Jahres, dass Saint Laurent Mondrians berühmte geometrische Linien und Primärfarben in Kleider umsetzte, die einen Wendepunkt in der Modegeschichte markierten. Das „Mondrian“-Kleid mit seinen rechteckigen Formen und lebendigen Farben wurde zu einem Symbol für die perfekte Fusion von Kunst und Haute Couture.

Diese gewagte und avantgardistische Kollektion zeigt, wie die Mode Inspiration aus der Kunst schöpfen kann, um einzigartige und zeitlose Stücke zu schaffen. Mondrian hat durch seinen visuellen Einfluss die Herangehensweise an Kleidung verändert und sie nicht nur zu einem Objekt der Schönheit, sondern zu einem echten Kunstwerk gemacht. Diese Zusammenarbeit bleibt eine der bedeutendsten in der

Modegeschichte und beweist, dass Kunst und Mode zwei Welten sind, die sich begegnen und gegenseitig bereichern können.


Yves Saint Laurent x Piet Mondrian, 1965

Conclusion

Kunst und Mode sind also zwei Disziplinen, die sich gegenseitig ergänzen. Bei jeder ihrer Begegnungen entstehen originelle, künstlerische und oft legendäre Kreationen und Werke. Künstler werden so dazu eingeladen, Motive oder Techniken zu entwerfen, die über ihre üblichen Kompetenzbereiche hinausgehen. Marken und Modehäuser müssen dann diese Kreationen zum Leben erwecken, die ohne das Eingreifen eines inspirierten Künstlers niemals entstanden wären.

Ist Mode nicht letztendlich eine Form von Kunst, die man trägt?


Uwe Ommer, Fashion on the Street, Paris, 1963 – Verfügbar auf Artsper.com